Leider ist jede Hüttentour irgendwann mal zu Ende. Aber was bleibt sind wundervolle Erinnerungen an eine extrem gute Zeit im Fürstentum Liechtenstein. Bevor diese Tour aber ganz zu Ende geht, gilt es noch den Fürstin-Gina-Weg zu meistern, mit der Bergbahn hinab nach Malbun zu fahren und danach den Bus zu nehmen, um zurück zum Ausgangspunkt in Schaanwald zu gelangen. Denn Zu Ende ist die Tour erst dann, wenn sie wirklich zu Ende ist.

Am frühen Morgen sind wir ja zu einer Sonnenaufgangstour hinauf zum Naafkopf aufgebrochen. Dafür konnten wir einiges an Ausrüstung in der Pfälzerhütte zurück lassen. Nachdem nun aber wieder alles im Rucksack verstaut wurde, konnte es los gehen, auf die vorerst letzten Wander-Kilometer in den Liechtensteiner Bergen. Kurz wurde sich noch vom Team auf der Hütte verabschiedet, die Wanderschuhe geschnürt, der Rucksack aufgesetzt und sich geschworen, hier komme ich gerne nochmal hin!

Von der Hütte aus geht es zunächst erstmal einen kurzen und steilen Anstieg hinauf. Der schmal Pfad folgt dabei dem Grenzverlauf und bringt einen schnell wieder auf über 2200 Meter Höhe. Danach wird das Gelände kurzzeitig etwas flacher, bevor es in einem felsigen Abschnitt erneut wieder steiler ansteigt. Dabei sollte man definitiv auch mal den Blick zurück schweifen lassen. Sonst ist man vielleicht schon zu weit weg für einen letzten Blick auf die Pfälzerhütte auf dem Bettlerjoch.

Pfälzerhütte auf dem Bettlerjoch
felsiger Weg hinauf zum Augstenberg
das Gipfelkreuz kommt in Sicht

Nach gut einem Kilometer und etwa 200 Höhenmetern erreicht man eine Weggabelung. Wer sich rechts hält, gelangt in wenigen hundert Metern zum Gifpel des Gorfion (2308m). Der andere Weg führt flach hinüber zum Gipfel des Augstenberg (2359m). Das dortige Gipfelkreuz ist schon von Weitem gut zu erkennen. Gut zu erkennen ist auch, das dort schon einiges los ist. Es ist Wochenende, das Wetter bestens geeignet für eine Wanderung und der Fürstin-Gina-Weg, von der Bergbahn Sareis zur Pfälzerhütte, ein beliebter Bergweg. Und Dank der Bahn spart man sich ja auf diese Art und Weise einiges an Höhenmetern.

Für uns ging es den Massen, die an diesem Tag hier unterwegs waren, entgegen. Auch wenn viel los ist am und um das Gipfelkreuz, darf ein Foto in der Sammlung nicht fehlen. Überhaupt ist der Augstenberg ein toller Berg mit einer grandiosen Aussicht. Die höchsten Berge Liechtensteins, mit der Vorder Grauspitz (2599m) als höchstem Punkt, sind genauso gut zu erkennen wie der Naafkopf (2571m), das Schesaplanamassiv (2965m) und viele weitere Gipfel. Der Blick ins Malbuner Hochtal ist ebenfalls grandios.

Vom Gipfel weg folgt etwas blockiges Gelände, wo sich zahlreiche Wanderer mit falschem Schuhwerk hinaufquälen. In der Ferne ist die Bergstation der Bergbahn Sareis schon gut zu erkennen. Dort wollen wir hin, und der Wegverlauf bis dort ist fast komplett einsehbar. Gut zu erkennen ist auch, das kein großartig anspruchsvolles Gelände mehr vor uns liegt. Schnell gelangt man hier also vorwärts. Damit wir aber die letzten Meter nicht einfach nur abspulen, sondern auch diesen Abschnitt voll und ganz genießen können, machen wir schon langsam. Apropos genießen. Die Sonne lacht und das Bergpanorama ist wunderbar, Zeit für ein kurzes Sonnenbad sollte auf jeden Fall drin sein.

Blick vom Augstenberg hinab nach Malbun
Fürstin Gina Weg
Blick zur Bergstation Sareis

Es geht vorbei am Spitz (2187m) auf einem gut markiertem Wanderweg. Verlaufen kann man sich bei solchen Wetterbedingungen aber eh nicht. Der Blick hinab zur Alpensiedlung Nenzinger Himmel im Gamperdonatal ist erstklassig. Von dort aus kann man auch hinauf zum Fürstin-Gina-Weg und zur Pfälzerhütte aufsteigen. Umgekehrt geht das natürlich auch. Vorarlberg soll ja auch sehr schön sein. Was wir zu diesem Zeitpunkt vom Österreichischem Bundesland erblicken, überzeugt auf jeden Fall. 

Schon bald leisten uns Latschenkiefern links und rechts des Weges wieder Gesellschaft. Das es hier im Winter scheinbar auch ordentlich Schnee hat, erkennt man an den zahlreichen Lawinenschutzbauten. Je näher man der Bergstation Sareis kommt, desto mehr realisiert man, dass die Tour bald zu Ende ist. Kurz bevor man auf den breiten Fahrweg hinauf zum Bergrestaurant trifft, zweigt zur rechten Seite ein unscheinbarer schmaler Weg ab. Dieser Weg ist deutlich schöner als die breite Straße und bringt einen die letzten Meter hinauf zur Bergbahn.

Zu guter Letzt folgt eine entspannten Talfahrt, bei dem man nochmal einen tollen Blick auf Malbun und das Hochtal genießen kann. Da wir mit dem Bus noch nach Vaduz und weiter nach Schaanwald fahren müssen, passt es sehr gut, dass sich am Ausgang der Bergbahn direkt die Bushaltestelle befindet. Gut eineinhalb Stunden dauert die Busfahrt zurück zum Ausgangspunkt. Dabei kann man sich nochmal entspannen und bekommt noch eine kleine Rundfahrt durch Liechtenstein obendrauf. Danach wartet dann leider noch die Heimfahrt mit dem PKW. Aber wir kommen definitiv wieder!

Weg zum Spitz
Wegmarkierung auf Fels
Alpensiedlung Nenzinger Himmel

Tourinfo

Schwierigkeit

leicht

Streckenlänge

5 km

Dauer

2 Std

Aufstieg

312 m

Abstieg

434 m

GPS Download

KEIN GPX-NAME VORHANDEN  GPX

50 100 150 200 5 10 15 Entfernung (km) (m)
Keine Höhendaten
Name: Keine Daten
Entfernung: Keine Daten
Minimalhöhe: Keine Daten
Maximalhöhe: Keine Daten
Höhengewinn: Keine Daten
Höhenverlust: Keine Daten
Dauer: Keine Daten