Der Toblacher Hausberg Sarlkofel erhebt sich direkt über dem Toblacher See an der Straße Strada Statale 51 di Almagna zwischen Toblach und Cortina d’Ampezzo. Vom Campingplatz aus sieht man nicht direkt bis zum Gipfelkreuz, aber man schaut direkt auf den massiven Bergfuß. 2378 Meter hoch ist der vorgelagerte Dolomitenberg in den Pragser Dolomiten, von dem aus man eine grandiose Aussicht in alle Himmelsrichtungen hat.

Man startet in die Bergtour am Ufer des wunderschön gelegenen Lago di Dobbiaco, der von einem Rundwanderweg umgeben ist. In südlicher Richtung erblickt man die Nasswand ( 2255 m )  sowie die Ausläufer des Kasamutz ( 2333 m ) auf der rechten Seite des Höhlensteintals. Die Szenerie hat was von den Argonath aus Herr der Ringe.

Über einen Bohlenpfad verlässt man den Toblacher See und folgt dem Weg in den Wald hinein. Etwa 300 Meter später gelangt man an eine Weggabelung und die Holz-Wegweiser zeigen einem den Weg zur Sarlhütte ( Malga Sarl ) und zum Sarlkofel. 3,5 Stunden sind angegeben. Dafür muss man schon sehr sportlich unterwegs sein.

Blick über den Toblacher See zur Nasswand
steiler Anstieg über eine Schotterweg im Sarlgraben
Die Sarlhütte auf 1720 m

Der Weg wird zunehmend steiler und erreicht zwischenzeitlich Steigungen von über 40 %. Man fragt sich wie hier die Eigentümer der Sarlhütte mit dem Auto hoch und runter fahren. Zu Fuß ist der breite Schotterweg schon echt eine Herausforderung. Gut 2 Kilometer lang ist das steilste Stück auf dem Anstieg durch den Sarlgraben, danach wird es zumindest etwas „flacher“.

Hat man die Sarlhütte ( 1720 m ) hinter sich gelassen, geht es nochmal steiler hinauf und wenig später erblickt man den hoch aufragenden Dürrenstein ( 2842 m ). Auf italienisch trägt dieser Gipfel den schönen Namen Picco di Vallandro und ist für Viele der lohnenswertere Gipfel in der Gegend.

Tannenwälder und Bergalmen prägen das Bild auf dem Weg Richtung Sarlkopf ( 2314 m ). In einem weiten Bogen verläuft der Pfad dann erstmalig in nördlicher Richtung hinauf zur Weggabelung am Sarlriedl ( 2069 m ). Hier hätte man die Möglichkeit ins Pragser Tal abzusteigen.

auf schmalen Pfaden bergauf
Blick auf den 2842 m hohen Dürrenstein
flacherer Weg zum Sarlsattel
Harry auf dem wieder ansteigenden Bergweg
Blick hinab ins Pragser Tal
Blick zurück auf den Anstieg und den Dürrenstein

Nach dem langen und kräftezehrenden Anstieg ist es geradezu erholsam, dass der Weg nun erstmal relativ flach weiter zum Sarlsattel verläuft. Mittlerweile ist auch schon der Gipfel das Sarlkofel und des Langkofel ( 2280 m ) auszumachen.

Angekommen am Sarlsattel prägen unzählige Trollblumen das Bild und in der Ferne ragen die Gipfel der Rieserfernergruppe hoch auf. Teilweise sind diese sogar noch von Schnee bedeckt. An der Südflanke des Sarlkofel verläuft der Anstieg hinauf zum Gipfel. Das Gelände hat nun deutlich alpineren Charakter und eine gute Portion Trittsicherheit kann hier nicht schaden.

Einige ausgesetzte Stellen folgen, sind aber jeweils mit Drahtseilen versichert. Geübte Bergsteiger und Wanderer haben aber hier keine Probleme. Nach 1182 Höhenmetern im Anstieg erreicht man das Gipfelkreuz und das Panorama ist überwältigend.

unzählige Trollblumen und im Hintergrund die Rieserfernergruppe
Wegweiser am Sarlsattel
schmaler Steig an der Südflanke des Sarlkofel

Hat man den Sarlsattel erneut erreicht, gelangt man nun in nördlicher Richtung auf einem felsigen Steig hinab. Im oberen Teil deutlich steiler, wird der Weg zunehmend flachen und verläuft dann hinüber zum Passo Suis unterhalb des Sueskopf ( 2055 m ).

Durch einen Tannenwald gelangt man schnell bergab und erreicht einige Zeit später den Troge Hof. Immer wieder gibt der Wald den Blick auf den Sarlkofel frei, der von der Nordseite her deutlich markanter wirkt als von der Südseite her. Und auch auf den traumhaft gelegen Toblacher See und die umgebende Bergwelt hat man an diversen Stellen einen atemberaubenden Blick.

Vom Troge Hof aus verläuft der Weg nun wieder auf breiten Schotterstraßen hinab zur Rienz und zum Ausgangspunkt am Toblacher See. Eine lohnenswerte Tageswanderung auf einen vermeintlich unscheinbaren Gipfel, die man sich als ambitionierter Bergwanderer nicht entgehen lassen sollte.

Harry an Drahtseil-versicherter Stelle
Am Gipfelkreuz des Sarlkofel
Blick auf den traumhaft gelegenen Toblacher See

Tourinfo

Schwierigkeit

schwer

Streckenlänge

18,1 km

Dauer

6 Std

Aufstieg

1181 m

Abstieg

1157 m

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