Blumen und Holzgeländer an Aussichtspunkt ( Miradouro )auf Madeira

Am besten erlebt man die Sonnenseite Madeiras mit einem Mietwagen. Die oft sehr kurvenreichen Straßen sind aber nichts für Jedermann, jedoch bieten einige Spots ( Miradouro ) einen perfekten Blick auf die oft steil abfallende Küste. Die Serpentinen schlängeln sich auf und ab und die Südhänge Madeiras sind übersät mit Bananenplantagen.

Dazwischen finden sich vereinzelt auch Felder mit Zuckerrohr. Eine ehemalige Zuckerrohr Hochburg ist das Örtchen CalhetaDort wird in einer Zuckerrohrmühle noch regelmäßig mit historischen Maschinen Zuckerrohrschnaps gebrannt.Am Hafen findet sich auch ein kleiner geschützter Sandstrand mit goldenem Sand der extra aus Marokko dort aufgeschüttet wurde.

Der Leuchtturm bei Ponta do Pargo

Am westlichsten Zipfel Madeiras, in Ponta do Pargo, findet sich ein kleiner Leuchtturm an der über 300 Meter steil abfallenden Küste. Ein atemberaubender Anblick und das Wasser hat eine fantastisch blaue Farbe. Die Landschaft erinnert mich direkt an die Cliffs of Moher in Irland.

Wenn man sich genug Zeit genommen und den Wellen zugeschaut hat, führt der Weg weiter nach Achadas da Cruz. Vom kleine Ortskern führt eine sehr schmale und steile Straße gen Küste. Ein braunes Schild mit der Aufschrift Teleférico weist den Weg.

Von der Bergstation mit kleiner Snackbar und Sonnenterrasse hat man einen tollen Ausblick auf die am Ufer liegende Gartenkolonie Fajã Quebrada Nova. Wer will kann für 6 € p.P. ( 3 € pro Fahrt ) mit der Seilbahn direkt nach unten und wieder hoch fahren.

Spannender und lohnender ist aber der Abstieg per Fuß. Der teilweise recht ausgesetzte Pfad führt durch die artenreiche Flora und Fauna immer weiter nach unten. Je weiter man nach unten kommt, desto lauter wird das Rauschen des Wassers, welches sich durch die Schlucht Ribeira do Tristão den Weg zum Meer bahnt.

Nach etwa einer Stunde erreicht man eine steile Steintreppe zum Strand Calhau. Bevor man den Weg weiter Richtung Gartenkolonie nimmt, sollte man dem Pfad rechts in die Schlucht folgen. Über kleine und zum Teil mannshohe Felsblöcke gelangt man bis zu einem ca. 20 Meter hohen Wasserfall.

Fajã Quebrada Nova
Der Wasserfall im Ribeira do Tristão

Am Ausgang der beeindruckenden Schlucht bieten große Felsen einen perfekten Rastplatz mit Meerblick. Das Getöse vom Wasserfall wird hier von den sich brechenden Wellen abgelöst.

Nach kurzem Anstieg über einen schmalen Trail gelangt man dann, direkt an der Talstation der Seilbahn, auf einen befestigten Weg der zu den Plantagen führt. Blickt man zurück auf den Weg, von dem man gekommen ist, erblickt man die atemberaubenden Steilklippen der Küstenlinie. Der Anblick erinnert mich ein bisschen an Hawaii.

Wer schwindelfrei ist, und mit der Höhe kein Problem hat, nimmt von der Gartenkolonie an die Seilbahn nach oben.

Max. 6 Personen können auf einmal mitfahren. Wenn man eingestiegen ist drückt man einen grünen Knopf und nach einigen Pieptönen setzt sich das Cable Car in Bewegung.

Für Notfälle findet sich noch ein Funkgerät an Bord. Wer der Seilbahn nicht traut, oder Höhenmeter erklimmen will nimmt den selben Weg durch die Schlucht nach oben.

Für den Rückweg nach Ribeira Brava bietet sich die Straße durch die Hochebene Paul da Serra an. Vorbei an den zahlreichen Windkraftanlagen und Aussichtspunkten gelangt man über den Pass Boca da Encumeada wieder zurück ins Tal. Aber Vorsicht vor den freilaufenden Kühen.

Nützliches Infos: Madeira – Rother Wanderführer & Marco Polo Reiseführer

Felsklippen an der Fajã Quebrada Nova

Tourinfo

Schwierigkeit

leicht

Streckenlänge

3,5 km

Dauer

1,5 Std

Aufstieg

473 m

Abstieg

464 m

GPS Download

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